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Wenn Alkoholismus zum Problem wird: Daran erkennen Sie, ob eine Abhängigkeit droht

Alkoholismus ist keine Charakterschwäche, sondern eine ernstzunehmende Krankheit, die schon das Leben von vielen Menschen zerstört hat. Doch ist man gleich ein Alkoholiker, wenn man hin und wieder einen „guten Tropfen“ zu sich nimmt oder sich abends auf sein „Feierabendbier“ freut? Sicher nicht! Dennoch wird regelmäßiger Alkoholkonsum die Gefahr, abhängig zu werden. Das schlimme dabei ist, dass die Entwicklung vom Konsum bis hin zur Abhängigkeit schleichend ist. Lesen Sie in diesem Artikel, woran Sie Alkoholismus erkennen und wo Hilfe für Alkoholiker zu finden ist.

Wann droht die Alkoholabhängigkeit?

Wer hin und wieder Alkohol konsumiert, beispielsweise abends ein Feierabendbierchen trinkt, betreibt noch keinen Alkoholmissbrauch. Regelmäßiger Alkoholkonsum bis hin zum Rausch ist jedoch ein ernst zu nehmendes Anzeichen für Alkoholismus. Ab welchem Zeitpunkt ein Mensch abhängig von Alkohol wird, ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von individuellen Faktoren ab. Sicher ist jedoch, dass die Grenze vom Alkoholgenuss zum Alkoholmissbrauch fließend verläuft und vom Betroffenen meist nicht wahrgenommen wird. Viele Süchtige denken, dass sich jederzeit mit dem Trinken wieder aufhören können, obwohl dies mittlerweile ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich ist.

Folgende Anzeichen sprechen für ein Alkoholproblem:

– Der Betroffene verspürt ein zwanghaftes Verlangen nach Alkohol.
– Sobald auf Alkohol verzichtet oder der Konsum eingeschränkt wird, stellen sich Entzugserscheinungen ein.
– Alkohol spielt eine immer größere Rolle im Alltag und verdrängt andere Interessen.
– Der Betroffene verliert die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum und trinkt schon morgens.
– Trotz physischer und psychischer Folgen wird weiterhin kontinuierlich Alkohol konsumiert.
– Alkohol wird getrunken, um die Entzugssymptome zu lindern.
– Das eigene Verhalten kann aufgrund des Alkoholkonsums nicht mehr kontrolliert werden.
– Alltagssituationen können ohne Alkoholkonsum nicht mehr oder nur noch schwer gemeistert werden.

Das Problem am Alkoholkonsum ist, dass Alkohol das Gehirn manipuliert, sodass die Umwelt anders wahrgenommen wird und dass der Betroffene die Dosis nach und nach steigert. Der Körper gewöhnt sich an den Alkohol und braucht immer mehr davon. Bekommt er die nötige Dosis nicht, treten Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüche, Herz rasen oder Übelkeit auf. Schleichend wird Alkohol ein Teil des Lebensstils, sodass er zu jeder Tageszeit konsumiert wird. Der Abhängige merkt meist als letzter, dass er süchtig ist. In der Regel ist es das Umfeld (Familie/Beruf), das feststellt, dass mit dem Betroffenen etwas nicht stimmt.

Wer bietet Hilfe bei Alkoholismus an?

Wenn Sie selbst oder jemand aus Ihrer Familie bzw. aus Ihrem Bekanntenkreis Hilfe benötigt, ist der Hausarzt ein kompetenter Ansprechpartner. Auch Suchtberatungsstellen bieten Lösungen bei Alkoholismus an. Bei schwerer Abhängigkeit kommt eine Rehabilitationsbehandlung in einer Suchtklinik infrage, der eine ambulante ärztliche Weiterbehandlung folgt. Sinnvoll ist es, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Genießen Sie Alkohol nicht täglich und in Maßen, denn bei gelegentlichen Alkoholkonsum droht Ihnen kaum die Gefahr, an Alkoholismus zu erkranken.