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Anorexie oder Bulimie? Essstörungen richtig erkennen

Essstörungen treten immer häufiger auf. Überwiegend sind junge Frauen und Mädchen betroffen, aber auch Buben und Männer leiden immer häufiger unter einer Störung des Essverhaltens. Wird eine Essstörung nicht erkannt und behandelt, kann dies schwerwiegende Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit haben. Geschossen auf eine Heilung steigen, je früher eine Behandlung erfolgt. Bei Essstörungen wird zwischen Bulimie (Ess- Brechsucht) und Anorexie (Magersucht) unterschieden. Dabei müssen sich die Essstörungen aber nicht auf eine Form beschränken. Ganz im Gegenteil sogar: Häufig treten Mischformen der Essstörungen auf, wobei die Übergänge fließend sind.

So erkennen Sie eine Anorexie

Für eine Magersucht charakteristisch ist, dass der Betroffene unter starkem Gewichtsverlust leide, der eigenständig durch Nahrungsverweigerung oder die Anwendung von Abführ- oder Entwässerungsmitteln herbeigeführt wird. Betroffene zeigen eine ausgeprägte Angst vor Gewichtszunahme und neigen dazu, die Nahrungsaufnahme strengen zu kontrollieren. Bei Mädchen und Frauen bleibt die Monatsblutung häufig aus.

Allgemein ist ein gesteigerter Bewegungsdrang festzustellen. Bei fortgeschrittener Erkrankung stellen sich Mangelerscheinungen ein, durch die fehlende Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen herbeigeführt werden. Folgeerscheinungen sind häufig Muskelschwäche, Haarausfall und ein Absinken der Körpertemperatur. Betroffene leiden häufig unter starken Stimmungsschwankungen und haben eine gestörte Körperwahrnehmung, was in vielen Fällen dazu führt, dass sie sich sozial zurückziehen.

Erfolgt keine rechtzeitige Behandlung kann die Magersucht chronisch werden. Die psychischen Auswirkungen sind häufig derart schlimm, dass Betroffene Suizid begehen. In seltenen Fällen endet die Krankheit tödlich, wobei Herzversagen die häufigste Todesursache darstellt. Wer unter Magersucht leidet, strebt nach Selbstkontrolle und nach Abgrenzung. Mit der Verweigerung der Nahrungsaufnahme wird die Selbstkontrolle bzw. Askese zum Ausdruck gebracht. Solche Menschen haben häufig Angst vor Kontrollverlust und fürchten sich vor Vereinnahmung.

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Bulimie

Die Ess-Brechsucht macht sich in der Regel durch eine unkontrollierte Nahrungsaufnahme bemerkbar. Betroffene leiden unter regelrechten „Essattacken“ bei denen es nicht selten zu einer Kalorienaufnahme bis zu 10.000 Kalorien kommt. Kalorienreiche Nahrung wird häufig bevorzugt. Nach der Nahrungsaufnahme wird das Erbrechen selbst herbeigeführt. In manchen Fällen werden auch Abführmittel eingenommen, um den Mageninhalt möglichst schnell ausscheiden zu können.

Die typischen Symptome einer Bulimie sind, dass Betroffene ständig mit Essen beschäftigt sind. Es treten regelrechte Fressattacken auf. Gleichzeitig haben Betroffene Angst, durch das Essen dick zu werden. Im langjährigen Verlauf treten Muskelschwäche, Elektrolytstörungen, Schädigungen der Darmwand, Zahnschäden durch die Magensäure und geschwollene Speicheldrüsen auf. Menschen, die unter einer Bulimie leiden, sind ebenfalls häufig von Stimmungsschwankungen betroffenen. Viele leiden unter einem starken Schamgefühl und ziehen sich sozial zurück.

Menschen, die unter einer Bulimie leiden, sehnen sich häufig nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Sie möchten das Schönheitsideal erfüllen und haben Angst vor Ausgrenzung und vor dem Verlassen werden. Bei einer Bulimie handelt es sich um eine schwere psychische Störung, bei der professionelle Hilfe unabdingbar ist.

Nill

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